Reden ist wichtig für die Patienten

November 1, 2017 at 10:19 am
filed under Demenz

Patienten in Altenheimen müssen bestens versorgt werden. Hierzu gehört auch das Reden und Unterhalten der Senioren. So bleiben die Menschen aktiv und vor allem lebensfroh. Viele Patienten sind ans Bett gebunden und können sich eben nicht frei bewegen und sich anderen Gruppen anschließen. Diese Patienten brauchen umso mehr Aufmerksamkeit der Pfleger. Sie möchten reden, sich unterhalten oder auch einfach nur wahrgenommen werden.

Reden, spielen und Spaziergänge

Ich betreue einige Patienten, die eben nicht mobil sind und tatsächlich den ganzen Tag im Bett liegen und nehme mir bei jedem einzelnen genug Zeit für eine Konversation. Ich frage sie, wie es ihnen geht, wie sie geschlafen haben und worauf sie heute Lust haben. Viele der Patienten erzählen mir aus der Vergangenheit und berichten, wie sie ihr Leben verbracht haben. Erzählen von der Kindheit oder als sie geheiratet haben.

Es gibt Tage, da sitze ich mit den Patienten auch einfach nur an einem Tisch und spiele Karten oder Memory. Oder ich gehe mit ihnen raus und mache einen kleinen Spaziergang. Sie lachen und strahlen bis über beide Ohren und sind für jede Sekunde Zeit unheimlich dankbar.

Die Kommunikation mit Demenzpatienten

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Bei Patienten, die an Demenz leiden, ist die Kommunikation natürlich um einiges schwieriger. Ein Gespräch richtet sich grundsätzlich immer nach der aktuellen Situation des Bewohners. Oft ist es nicht möglich, sich zu unterhalten, da der Patient aggressiv ist und auch nicht wirklich aufnimmt, was ich sage. An anderen Tagen sind sie teilweise mit dem Kopf anwesend und verstehen mich hervorragend. An solchen Tagen funktioniert die Kommunikation einwandfrei. Bei Demenz Patienten muss man beachten, dass sie überwiegend in ihrer eigenen Welt leben und das um sie rum ausblenden. Viele gehen zurück in ihre Kindheit und sind davon überzeugt, dass sie gerade 8 Jahre alt sind. Auch gibt es Bewohner im Heim, die gerne reden und die tägliche Kommunikation benötigen, da sie sonst depressiv und krank werden und sich zurückziehen. Wenn ich mich mit einem Patienten unterhalte, muss ich mich immer in ihn rein versetzen und somit auch das Gespräch anpassen. Sätze muss ich einfach und so konkret wie möglich formulieren, damit die Patienten mich auch verstehen. Auch muss ich Sätze immer wieder wiederholen, damit mein Gesagtes auch wirklich bei der Person ankommt.

Als Altenpfleger muss ich über Geduld verfügen und vor allem feinfühlig an die Patienten ran gehen. Für jeden Patienten im Heim ist Reden unheimlich wichtig, um mit der Gesamtsituation klar zu kommen und vor allem, um das Gehirn zu trainieren.

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