1
Nov

Reden ist wichtig für die Patienten

Patienten in Altenheimen müssen bestens versorgt werden. Hierzu gehört auch das Reden und Unterhalten der Senioren. So bleiben die Menschen aktiv und vor allem lebensfroh. Viele Patienten sind ans Bett gebunden und können sich eben nicht frei bewegen und sich anderen Gruppen anschließen. Diese Patienten brauchen umso mehr Aufmerksamkeit der Pfleger. Sie möchten reden, sich unterhalten oder auch einfach nur wahrgenommen werden.

Reden, spielen und Spaziergänge

Ich betreue einige Patienten, die eben nicht mobil sind und tatsächlich den ganzen Tag im Bett liegen und nehme mir bei jedem einzelnen genug Zeit für eine Konversation. Ich frage sie, wie es ihnen geht, wie sie geschlafen haben und worauf sie heute Lust haben. Viele der Patienten erzählen mir aus der Vergangenheit und berichten, wie sie ihr Leben verbracht haben. Erzählen von der Kindheit oder als sie geheiratet haben.

Es gibt Tage, da sitze ich mit den Patienten auch einfach nur an einem Tisch und spiele Karten oder Memory. Oder ich gehe mit ihnen raus und mache einen kleinen Spaziergang. Sie lachen und strahlen bis über beide Ohren und sind für jede Sekunde Zeit unheimlich dankbar.

Die Kommunikation mit Demenzpatienten

dementia patients care

Bei Patienten, die an Demenz leiden, ist die Kommunikation natürlich um einiges schwieriger. Ein Gespräch richtet sich grundsätzlich immer nach der aktuellen Situation des Bewohners. Oft ist es nicht möglich, sich zu unterhalten, da der Patient aggressiv ist und auch nicht wirklich aufnimmt, was ich sage. An anderen Tagen sind sie teilweise mit dem Kopf anwesend und verstehen mich hervorragend. An solchen Tagen funktioniert die Kommunikation einwandfrei. Bei Demenz Patienten muss man beachten, dass sie überwiegend in ihrer eigenen Welt leben und das um sie rum ausblenden. Viele gehen zurück in ihre Kindheit und sind davon überzeugt, dass sie gerade 8 Jahre alt sind. Auch gibt es Bewohner im Heim, die gerne reden und die tägliche Kommunikation benötigen, da sie sonst depressiv und krank werden und sich zurückziehen. Wenn ich mich mit einem Patienten unterhalte, muss ich mich immer in ihn rein versetzen und somit auch das Gespräch anpassen. Sätze muss ich einfach und so konkret wie möglich formulieren, damit die Patienten mich auch verstehen. Auch muss ich Sätze immer wieder wiederholen, damit mein Gesagtes auch wirklich bei der Person ankommt.

Als Altenpfleger muss ich über Geduld verfügen und vor allem feinfühlig an die Patienten ran gehen. Für jeden Patienten im Heim ist Reden unheimlich wichtig, um mit der Gesamtsituation klar zu kommen und vor allem, um das Gehirn zu trainieren.

2
Oct

Abwechslung im Altenheim

Auch in Altenheimen muss der Tag der Bewohner so angenehm und abwechslungsreich wie möglich gestaltet werden. Das fängt an bei den Unterhaltungen und betrifft ebenso auch die Behandlungen. Die Senioren benötigen einen Programmreichen Tag und sollten sich nicht selber überlassen werden. Verschiedene Therapien wie Musik,- Mal,- oder Bewegungstherapien fördern nicht nur die Gesundheit, sondern vor allem auch die Psyche. Kein Tag soll wie der Andere sein.

Feiern und Feste

dementia patients daily life Einmal im Monat gibt es bei uns einen Theatertag. Die Patienten entscheiden untereinander als Gruppe in welche Vorstellung sie gehen möchten. Ebenso finden Konzertbesuche oder Grillfeste statt. Jeder Patient bekommt seine eigene Geburtstagsfeier, an welche alle Bewohner gerne teilnehmen und kräftig mitfeiern. Es gibt Kaffee und selbstgebackenen Kuchen und es wird viel gelacht. Jeden Donnerstag veranstalten wir einen Tanzabend im Gemeinschaftsraum. Hier vorbereiten die Bewohner schon am Tag davor die Dekoration und überlegen sich, welche Musik gespielt werden soll. Somit sind die Patienten beschäftigt und jeder einzelne hat seine eigene Aufgabe, um die er sich kümmern muss. Dies fördert nicht nur das Gehirn, sondern vermittelt dem Bewohner, dass er gebraucht wird. Auch Weihnachtsfeiern finden jährlich statt. Am Abend sehe ich dann immer, dass die Patienten ausgelastet sind und sich auch auf die Ruhe freuen. Viele ziehen sich in ihren Zimmern zurück, schauen Fernseher oder lesen ein Buch. Andere sitzen noch eine Weile zusammen und unterhalten sich über den Tag. Wie auch wir benötigen die Bewohner in einem Altenheim Abwechslung im Alltag. Und es gibt tatsächlich zahlreiche Möglichkeiten, die bestens mit integriert werden können.

Demenzpatienten brauchen Abwechslung

Vor allem Patienten, die an Demenz leiden, brauchen verschiedene Aktivitäten. Hier muss ich sehr individuell handeln und vor allem gut überlegen, welche Unterhaltung zu diesem Patienten passt. Denn Demenz gibt es in verschiedenen Stufen und Ausprägungen. Demenzkranke Patienten sind sehr vorsichtig und halten sich meist zurück, da sie Angst haben, etwas falsch zu machen. Sie trauen sich nicht viel zu und machen häufig Fehler. Ebenso vergessen sie sehr schnell wieder, was ich von Ihnen möchte. Meist erkundige ich mich bei der Verwandtschaft, was denn die Vorlieben sind. Der eine bastelt gerne, der andere kocht dagegen lieber. So stell ich mir dann einen Aktivitätsplan zusammen, den ich anschließend mit dem Patienten gemeinsam durch gehe.

Bewohner, die ans Bett gebunden sind, können an den meisten Veranstaltungen nicht teilnehmen, benötigen aber dennoch einen abwechslungsreichen Alltag. Auch hier muss ich mir Gedanken machen, wie ich diesen Patienten am besten unterhalte und jeden Tag anders gestalte. Es ist nicht immer einfach, denn es gehört viel Kreativität dazu.

6
Aug

Bewohner „Duzen“ oder „Siezen“

Alte Menschen sollen extra respektiert werden

Klar ist, dass man mit einem Bewohner im Heim immer respektvoll, liebevoll und vor allem schonend umgehen muss. Schon von der Kindheit an wurde uns beigebracht, dass ältere Menschen Respektspersonen sind und aus diesem Grund auch mit „Sie” angesprochen werden müssen. Ich selber habe zwei Patienten, die ich duze. Und das, weil sie es so wollten und ausdrücklich darauf bestanden haben. Für sie ist die persönliche Ansprache mit dem Namen und das „Du” vertrauenswürdig. Sie möchten sich im Heim wohlfühlen und vor allem zu Hause. Aus diesem Grund wollten sie von Anfang an, dass ich sie mit dem Vornamen anspreche, was ich auch völlig in Ordnung finde. Auch sie nennen mich bei meinem Vornamen. Komisch ist, dass ich genau mit diesen Patienten eine sehr enge Verbindung habe und auch viel über private Angelegenheiten rede. Ich kenne ihr Leben und auch sie wissen sehr viel von mir. Ebenso geben sie mir oft Tipps und Ratschläge in unterschiedlichen Lebenssituationen.

Die Ansprache von Demenzkranken

Bewohner mit Demenz spreche ich generell mit „Sie” an, da auch diese Patienten das Recht darauf haben, höflich behandelt zu werden. Dennoch gibt es da immer wieder Vorfälle, in denen der Patient nicht versteht, dass ich ihn meine. Viele Demenzkranke vergessen ihren Nachnamen, da sie in ihrer eigenen Welt leben und zum Teil gar nicht mehr wissen, dass sie mal verheiratet waren. Ebenso vergessen sie oft generell den Namen oder denken, sie würden anders heißen. Meine Demenzkranke Patientin, Frau Rebmann, ist der Meinung, ihr Nachname sei Schuler, da dies ihr Geburtsname ist. Also wird es für mich oft kompliziert, richtig zu handeln und ihr zu verstehen zu geben, dass ich sie meine. Aus diesem Grund sage ich täglich mehrmals ihren Nachnamen, damit sie ihn im Kopf behält, was allerdings nicht immer ganz so gut klappt. Ich habe in ihrem Zimmer ein Blatt an die Wand geklebt mit ihrem Namen. So sieht sie es regelmäßig.

Neue Bewohner: Die richtige Ansprache

Neue Bewohner werden grundsätzlich mit „Sie“ angesprochen. Viele lassen es dabei, andere bieten direkt am Anfang oder nach einer gewissen Zeit, das Du von sich aus an. Ich respektiere jeden Patienten und handele nach seinen Wünschen. Jeder Mensch ist anders und viele Patienten möchten keine persönliche Ebene, da sie nicht freiwillig im Heim sind. Sie bleiben generell auf Abstand. Auch Bewohner, die schon Jahre im Heim leben, spreche ich mit „Sie“ an, solange nichts anderes von ihnen aus angeboten wird.