Abwechslung im Altenheim

October 2, 2017 at 1:17 pm
filed under Demenz

Auch in Altenheimen muss der Tag der Bewohner so angenehm und abwechslungsreich wie möglich gestaltet werden. Das fängt an bei den Unterhaltungen und betrifft ebenso auch die Behandlungen. Die Senioren benötigen einen Programmreichen Tag und sollten sich nicht selber überlassen werden. Verschiedene Therapien wie Musik,- Mal,- oder Bewegungstherapien fördern nicht nur die Gesundheit, sondern vor allem auch die Psyche. Kein Tag soll wie der Andere sein.

Feiern und Feste

dementia patients daily life Einmal im Monat gibt es bei uns einen Theatertag. Die Patienten entscheiden untereinander als Gruppe in welche Vorstellung sie gehen möchten. Ebenso finden Konzertbesuche oder Grillfeste statt. Jeder Patient bekommt seine eigene Geburtstagsfeier, an welche alle Bewohner gerne teilnehmen und kräftig mitfeiern. Es gibt Kaffee und selbstgebackenen Kuchen und es wird viel gelacht. Jeden Donnerstag veranstalten wir einen Tanzabend im Gemeinschaftsraum. Hier vorbereiten die Bewohner schon am Tag davor die Dekoration und überlegen sich, welche Musik gespielt werden soll. Somit sind die Patienten beschäftigt und jeder einzelne hat seine eigene Aufgabe, um die er sich kümmern muss. Dies fördert nicht nur das Gehirn, sondern vermittelt dem Bewohner, dass er gebraucht wird. Auch Weihnachtsfeiern finden jährlich statt. Am Abend sehe ich dann immer, dass die Patienten ausgelastet sind und sich auch auf die Ruhe freuen. Viele ziehen sich in ihren Zimmern zurück, schauen Fernseher oder lesen ein Buch. Andere sitzen noch eine Weile zusammen und unterhalten sich über den Tag. Wie auch wir benötigen die Bewohner in einem Altenheim Abwechslung im Alltag. Und es gibt tatsächlich zahlreiche Möglichkeiten, die bestens mit integriert werden können.

Demenzpatienten brauchen Abwechslung

Vor allem Patienten, die an Demenz leiden, brauchen verschiedene Aktivitäten. Hier muss ich sehr individuell handeln und vor allem gut überlegen, welche Unterhaltung zu diesem Patienten passt. Denn Demenz gibt es in verschiedenen Stufen und Ausprägungen. Demenzkranke Patienten sind sehr vorsichtig und halten sich meist zurück, da sie Angst haben, etwas falsch zu machen. Sie trauen sich nicht viel zu und machen häufig Fehler. Ebenso vergessen sie sehr schnell wieder, was ich von Ihnen möchte. Meist erkundige ich mich bei der Verwandtschaft, was denn die Vorlieben sind. Der eine bastelt gerne, der andere kocht dagegen lieber. So stell ich mir dann einen Aktivitätsplan zusammen, den ich anschließend mit dem Patienten gemeinsam durch gehe.

Bewohner, die ans Bett gebunden sind, können an den meisten Veranstaltungen nicht teilnehmen, benötigen aber dennoch einen abwechslungsreichen Alltag. Auch hier muss ich mir Gedanken machen, wie ich diesen Patienten am besten unterhalte und jeden Tag anders gestalte. Es ist nicht immer einfach, denn es gehört viel Kreativität dazu.

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