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Nachhaltiges Handeln im Pflegealltag

Nachhaltiges Handeln ist in unserer Gesellschaft ein großes Thema geworden und es wird in Zukunft immer weiter an Bedeutung gewinnen.

In Hinsicht auf den demografischen Wandel sollte meiner Meinung nach besonders in den Pflegeheimen auf nachhaltiges Handeln geachtet werden. Hierbei spielen besonders die drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie und Soziales) eine wichtige Rolle.

Warum sollte Nachhaltigkeit im Pflegealltag gelebt werden?

Wir Menschen werden immer älter und hilfsbedürftiger und benötigen in immer größerem Ausmaß fremde Hilfe und gut eingerichtete Pflegeheime. So kann ein erster Schritt in die nachhaltige Pflege sein, dass jeder Heimbewohner den gleichen Anteil an Heimkosten übernimmt, ganz egal, in welche Pflegestufe er eingeteilt wurde.

Mit diesen Geldern können Heime aufgerüstet und modernisiert werden. Es könnten dann Fenster mit dreifacher Verglasung eingebaut und die Außenfassaden hochwärmegedämmt werden, damit der Energieverbrauch geringer wird. Ich finde es zum Beispiel auch wichtig, auf Sonnen- oder Windenergie zurückzugreifen und so den Energiebedarf der Einrichtungen zumindest zum Teil abzudecken.

Außerdem sind die meisten Heimanlagen mit Grünflächen umgeben, um den Bewohnern ein Stück Freiheit und Lebensqualität zu geben. Man könnte also Regenwasserzisternen bauen, die das Regenwasser auffangen und mit welchem im Weiteren die Umlagen bewässert werden können.

Auch als Pfleger nachhaltig sein

Natürlich muss auch ich als Pflegeperson mich fragen, ob ich im Heimalltag in manchen Situationen Einsparungen machen könnte. Doch wie jede andere Pflegeperson auch weiß ich, dass die täglichen Aufgaben in der Pflege schon mehr als genug Arbeit machen und man sich manchmal nicht vorstellen kann, auf noch mehr Dinge zu achten. Dennoch kann ich mit ein paar einfachen Tricks ökologisch handeln.

Jeden Tag fallen für einen Heimbewohner ca. 2 bis 8 Liter Abfall an, den pflegespezifischen Abfall nicht eingerechnet. So muss ich mich also tagtäglich fragen, ob ich beispielsweise die Essenreste einfach in die Mülltonne werfe oder ob ich den Bewohnern einfach kleinere Portionen serviere. Außerdem sollte ich darauf achten, dass ich den Müll gewissenhaft trenne, da auch auf diese Weise Kosten eingespart werden können.

Bei der Pflege selbst bin ich in der Pflicht, den Wasserverbrauch so gering wie möglich zu halten. Das ist im Pflegealltag zwar manchmal leichter gesagt als getan, aber einfache Tricks könnten zum Beispiel sein, dass ich bei der Pflege (Waschen, Zähne putzen, Duschen etc.) nicht permanent das Wasser laufen lasse, sondern stattdessen eine Waschschüssel benutze oder während dem Einseifen das Wasser ausstelle. Wichtig ist ganz einfach, dass ich mich jeden Tag wieder frage, in welchem Ausmaß ich meinen Beitrag leisten kann.

Weitere nützliche Tipps

-Auf Einweggeschirr verzichten
-kalkuliert Einkaufen, um unnötige Abfälle zu vermeiden
-pflanzliche Abfälle gegebenenfalls in einem angelegten Komposthaufen entsorgen
-wenn möglich auf Aluminium- und Kunststofffolien verzichten
-auf recycle bare Servietten zurückgreifen
-Getränkeverpackungen reduzieren, stattdessen Zapfanlagen für Wasser oder Saft einrichten